Unser Praxisteam

Tim Gellings

Psychologischer Psychotherapeut, Verhaltenstherapie

  • Kognitiver Verhaltenstherapeut
  • M.Sc. Positive klinische Psychologie, Universität Twente
  • Promovierend über die Zusammenhänge von Achtsamkeit, Meditation, Wohlbefinden, Körpererleben und Selbst-transzendierende Erfahrungen
  • Arbeitsschwerpunkte: Depressionen, Angststörungen, Zwangsstörungen, Burnout, Kommunikation, Beziehungen, Selbstwert, transgenerationale Themen, Trauerverarbeitung, Achtsamkeit, Stressmanagement

Werdegang

  • Sep. 2018 – 2021 Radboud Universität: Bachelor of Science
  • 2021 – Jul. 2022 Universität Twente: Master of Science (Cum Laude) Sep.
  • Okt. 2022 – 2026 Vollzeittätigkeit und Ausbildung als Psychologischer Psychotherapeut, MEDIAN Klinik Zentrum für Verhaltensmedizin, Psychotherapie und Psychosomatik Bad Pyrmont
  • Nov. 2025 – Jun. 2026 Teilzeittätigkeit in der Psychokardiologie, Fachklinik Weserland, Bad Pyrmont

Was Sie in der Arbeit mit mir erwarten können

In der gemeinsamen Arbeit ist mir vor allem Klarheit wichtig. Viele Menschen suchen therapeutische Unterstützung, weil innerlich etwas unübersichtlich geworden ist. Gedanken kreisen, Gefühle wirken widersprüchlich, Beziehungen belasten, alte Muster wiederholen sich oder der eigene Lebensweg fühlt sich nicht mehr passend an. Gemeinsam können wir ordnen, was Sie belastet, welche Zusammenhänge dahinterstehen und welche Veränderungen möglich werden.

Ich arbeite kognitiv-verhaltenstherapeutisch fundiert und zugleich mit einer hohen Sensibilität für das persönliche Erleben. Neben konkreten Methoden, Übungen und alltagsnahen Veränderungsschritten interessiert mich auch das, was sich zunächst noch nicht klar in Worte fassen lässt. Welche Gefühle zeigen sich? Welche körperlichen Reaktionen treten auf? Welche Bedürfnisse, Konflikte oder inneren Bewertungen werden spürbar?

Dabei ist mir eine wissenschaftlich fundierte und zugleich offene Haltung wichtig. Menschliches Erleben ist häufig komplexer, als es zunächst erscheint. Deshalb verstehe ich unsere Arbeit als eine gemeinsame Annäherung, bei der Erklärungen nicht vorschnell festgeschrieben, sondern aufmerksam geprüft werden. Dazu gehört für mich auch eine existenzielle Perspektive: Wie möchten Sie leben? Wofür möchten Sie Verantwortung übernehmen? Was fühlt sich für Sie wirklich stimmig an? Und wo orientieren Sie sich vielleicht noch an Erwartungen, die gar nicht zu Ihnen passen?

Meine Aufgabe sehe ich nicht darin, Ihnen fertige Antworten oder einen vermeintlich richtigen Lebensweg vorzugeben. Vielmehr möchte ich mit Ihnen einen Raum schaffen, in dem Ihre eigenen Antworten deutlicher werden können. Dabei muss nicht jede Spannung sofort aufgelöst werden. Oft beginnt Veränderung gerade dort, wo wir lernen, Widersprüche genauer wahrzunehmen und dem Ungeklärten für eine Weile Raum zu geben.

Ich begegne Ihnen empathisch, aufmerksam und auf Augenhöhe. Gleichzeitig stelle ich klare, manchmal auch herausfordernde Fragen, wenn ich den Eindruck habe, dass dadurch etwas Wesentliches sichtbar werden kann. Bei aller Ernsthaftigkeit darf unsere Zusammenarbeit auch Leichtigkeit enthalten. Humor kann helfen, festgewordene Perspektiven zu lockern, Abstand zu gewinnen und dem eigenen Erleben auf eine neue Weise zu begegnen.

Mein Anliegen ist, dass Sie sich selbst besser verstehen, mit Belastungen wirksamer umgehen und Ihrem eigenen Erleben mit mehr Klarheit und innerer Beweglichkeit begegnen können. Auf diese Weise können neue Einsichten entstehen, Handlungsspielräume wachsen und sich allmählich ein verlässlicheres Gespür dafür entwickeln, was Ihnen wirklich wichtig ist, was zu Ihnen gehört und welcher Weg sich für Sie richtig anfühlt.

Drei Fragen an Tim Gellings

Deswegen wollte ich Therapeut werden

Mich hat schon früh die Frage bewegt, warum Menschen manchmal an sich selbst vorbeileben und was ihnen hilft, wieder in einen lebendigeren Kontakt mit sich selbst, anderen Menschen und der Welt zu kommen. Therapeut zu werden bedeutete für mich deshalb nie nur, einen Beruf zu wählen. Es war auch der Wunsch, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen ehrlich auf das schauen dürfen, was schmerzt, was festgefahren ist und was in ihnen wachsen möchte. Mich fasziniert dabei bis heute, wie aus einem zunächst kaum greifbaren Erleben allmählich mehr Klarheit, Sprache und Freiheit entstehen können.

Was mich am Beruf des Therapeuten überrascht hat

Überrascht hat mich besonders, wie leise Veränderung oft beginnt. Nicht immer ist es der große Durchbruch. Manchmal ist es ein Satz, der nachklingt, ein neuer Blick auf sich selbst oder ein Moment, in dem jemand nicht mehr automatisch reagiert wie früher. Solche kleinen Verschiebungen können erstaunlich viel verändern. Gerade diese unscheinbaren, aber bedeutsamen Momente berühren mich an der therapeutischen Arbeit besonders: wenn sich etwas zunächst nur zaghaft zeigt und später eine Wirkung entfaltet, die zu Beginn noch nicht absehbar war.

Das bereitet mir im Alltag am meisten Freude

Mir bereiten Momente Freude, in denen etwas Lebendiges spürbar wird: ein gutes Gespräch, eine schöne Formulierung, Musik, Sport, Bewegung in der Natur oder ein stiller Augenblick, in dem die Dinge klarer werden. Dazu gehört für mich auch, Grüntee aus einer japanischen Teekanne zuzubereiten: das Wasser einzugießen, dem feinen Duft nachzuspüren und wahrzunehmen, wie sich der Charakter des Tees von Aufguss zu Aufguss verändert. In solchen kleinen Ritualen entsteht für mich eine besondere Form von Gegenwärtigkeit. Zugleich schätze ich Humor, spielerische Perspektivwechsel und Augenblicke, in denen das allzu Eindeutige ein wenig ins Wanken gerät. Ich mag Erfahrungen, in denen Tiefe und Leichtigkeit zusammenkommen und Denken, Fühlen und Wahrnehmen sich für einen Moment zu einem Ganzen verbinden.